Greenline-Homes

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Ökologisches Bauen, international auch als Grünes Bauen (engl.: green building) bezeichnet, ist die umfassende Lehre der Wechselbeziehungen zwischen dem Menschen, seiner gebauten Umwelt und den Ökosystemen, mit dem Anspruch, künftigen Generationen eine lebenswerte und intakte Umwelt zu hinterlassen und zeichnet sich aus durch:

  • Verwendung von Baustoffen, deren Rohstoffgewinnung/Nutzung umweltverträglich ist und die einfach entsorgt werden können, idealerweise biologisch abbaubar sind und nach Möglichkeit ohne großen Energie- und Transportaufwand hergestellt wurden (Beschaffung regionaler Baustoffe)
  • Vermeidung baubiologisch bedenklicher oder toxischer Stoffe
  • Klein gehaltene Gesamtaußenfläche des Gebäudes im Verhältnis zum Gebäudeinhalt, respektive Volumen
  • Geringer Energieverbrauch während des Betriebes des Gebäudes
  • durch optimierte Nutzung der Sonnenenergie
  • durch effiziente Wärmedämmung
  • durch einen Abgleich aus Bauphysik und Technischer Gebäudeausrüstung
  • durch den Einsatz effizienter Anlagentechnik
  • und durch die Deckung des Restenergiebedarfs durch erneuerbare Ressourcen wie Solarenergie, Photovoltaik und/oder biogene Brennstoffe.

In  diesem Zusammenhang sind zwei Baustoffe von besonderer Wichtigkeit: LEHM und STROH. Lehm ist der älteste Baustoff der Welt und wurde als Baustoff Ende der 90er Jahre als biologisches Baumaterial wiederentdeckt. Die am Stärksten verbreitete Form dieses Baustoffes wird in der Form von Lehmputzen verwendet.

Lehm garantiert ein gesundes Raumklima mit einer relativen Luftfeuchte von 45 bis 55 %. Er nimmt große Mengen an Wasserdampf auf und gibt diesen bei zu trockener Luft wieder an die Umgebung ab. Lehmbaustoffe sind gesundheitsunbedenklich und schaffen eine besondere Wohnatmosphäre. Deshalb werden diese Naturbaustoffe heute wieder zunehmend verwendet. Wer auf den Einsatz von schadstofffreien Baustoffen achtet, kommt an Lehm nicht vorbei. Unsere Lehmbaustoffe ergänzen sich vorzüglich mit Holz und Naturämmstoff.

Lehmprodukte bestehen aus Ton, Sand und frischem Holzschnitt. Mit geringem Energieeinsatz und ohne chemische Prozesse wird aus den Rohstoffen ein widerstandsfähiger Baustoff. Der natürliche Kreislauf schließt sich bei der Entsorgung, denn Lehm-Baustoffe wie zum Beispiel Lehmputz sind kompostierbar und endlos recyclebar. Die Hochwertigkeit, Widerstandsfähigkeit und Gesundheitsverträglichkeit von Lehm ist seit Urzeiten bewiesen. Der durch moderne und chemische Baustoffe vergessene Lehm rückt heute bei immer mehr Bauherren wieder in das Blickfeld. Seine Natürlichkeit und die positiven Baustoffeigenschaften machen Lehm gegenüber anderen Materialien in vieler Hinsicht überlegen. 

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Die Beimengung von Stroh zum Lehmputz ist nicht unbedingt erforderlich, bewirkt aber eine geringere Dichte des entstehenden Materials und somit bessere Wärmedämmungseigenschaften und es wirkt einer möglichen Riss-bildung entgegen. 

Durch den Zusatz von Farbpigmenten sind den kreativen Gestaltungsmöglichkeiten durch Lehmputz keine Grenzen gesetzt. 

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  • Lehm ist schadstofffrei und hautfreundlich
  • Zur Aufbereitung und Verarbeitung wird sehr wenig Primärenergier benötigt
  • Lehm wirkt luftfeuchtigkeitsregulierend und ist diffusionsfähig
  • trockener Lehm wirkt antibakteriell und abweisend gegen Schädlinge
  • Lehm konserviert Holz
  • Lehm ist vollständig recyclebar
  • Lehm speichert Wärme
  • Lehm bindet Schadstoffe

Diese hervorragenden Eigenschaften schaffen für den Menschen ein angenehmess und gesundes Ramklima.

Ein Strohballenbau ist ein Bauwerk, für dessen Wandaufbau Strohballen eingesetzt werden. Bei dieser Bauweise kommen überwiegend lokal oder regional verfügbare Ressourcen zum Einsatz. Stroh als Baustoffist für den ökologischen Hausbau sehr gut geeignet. Er schont die Umwelt, weil beim Wachstum desGetreides dasTreibhausgas Kohlendioxid gebunden wird, das Material ohne großen Transportaufwand beschafft werden kann und eine energieintensive Verarbeitung entfällt. Stroh ist ein guter Naturdämmstoff. Die gemessene Wärmeleitfähigkeit beträgt 0,038–0,067 W/(m K), damit ist die wärmedämmende Wirkung ähnlich wie die herkömmlicher Dämmstoffe. Stroh besitzt eine Ausgleichsfeuchte von 8–18 %. Fachgerecht verbaute Strohballen weisen eine große Schimmelresistenz auf. Die Rohdichte der Ballen lässt sich zwischen 80 und 210 kg/m³ einstellen. Die optimale Dichte in Bezug auf Dämmwirkung liegt bei etwa 100–120 kg/m³.

Es wird zwischen tragender und nichttragender Bauweise unterschieden. Bei der tragenden Strohballenbauweise bestehen die Wände gänzlich aus Strohballen und die Dachlast wird über die Strohballen getragen. Bei der nichttragenden Bauweise bildet ein Holzständerwerk dasTragewerk und die Zwischenräume werden mit Strohausgefüllt. Darüber hinaus wurden zahlreiche Mischformen ausprobiert. Es gibt auch sogenannte „Hybridkonstruktionen“: Ein Teil der Last wird über das Stroh abgetragen, der andere Teil über eine unterstützende Holzkonstruktion (ca. 50/50). Diese Bauweise verbindet die Vorteile beider Konstruktionsprinzipien: Starke Pressung der Strohballen für hohe Dämmwerte und kontrolliertes Setzverhalten. Bei der Konstruktion eines Strohballenbaus muss besonders auf wirksamen konstruktiven Feuchteschutz geachtet werden, da feucht gewordene Strohballen ihre Dämmwirkung verlieren und der biologische Abbau (Verfaulen) beginnt. Auf einen ausreichenden Dachüberstand sowie eine Feuchtigkeitssperre gegenüber dem Boden, zum Beispiel durch ein Punktfundament ist in jedem Fall zu achten. Der ideale Putz eines Strohballenhauses besteht aus einem Grundputz aus Kalk mit einem Abrieb aus Lehm, da dieser eindringende Feuchtigkeit rasch aufnehmen und später wieder abgeben kann. Die Außenwände werden entweder als hinterlüftete Fassade ausgeführt. Die Hinterlüftung bewirkt einen Kamineffekt, der eine dauerhafte Austrocknung gewährleistet und im Sommer einer Überhitzung durch Sonneneinstrahlung entgegenwirkt.

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Angesichts stetig steigender Energiepreise ist das Thema Wärmedämmung aktueller denn je. Bei der Wahl der richtigen Wärmedämmung spielen Naturdämmstoffe eine immer größere Rolle. Denn diese sind wasserdampfdurchlässig und weisen damit deutliche Vorteile gegenüber konventionellen Wärmedämmstoffen auf. Die wichtigsten Naturdämmstoffe sind dabei:

  • Zelluloseflocken
  • Holzfaserdämmplatten
  • Jutedämmung
  • Dämmstoffe aus Wiesengras/Seegras
  • Mineraldämmplatten
  • Flachsdämmung
  • Hanfdämmung
  • Kokosfaser-Dämmung
  • Kork

HANF als natürlicher Dämmstoff 

Nutzhanf (Canabis Sativa) ist einer der ältesten Werkstoffe des Menschen. Seine Festigkeit und seine positiven Eigenschaften bei Feuchtigkeit erproben ihn seit jeher als langlebigen Rohstoff für Seile und Textilien. Dass die Hanffaser u.a. aufgrund ihrer Festigkeit und  Atmungsaktivität auch einen idealen Dämmstoff im Bauwesen darstellt wird nun zunehmend geschätzt.

Hanf-Dämmung wird als Matten- und als Rollenware in unterschiedlichen Dicken angeboten. Diese reichen in der Regel von 30 - 220 mm. Eine besondere Form ist der Stopfhanf. Hier werden die Hanffasern lose angeboten. Hanf weist hinsichtlich Wärmedämmung und Schallisolierung gute Eigenschaften auf. Durch den hohen Gehalt an eingelagerter Kieselsäure sind Hanffasern feuchtigkeitsbeständig und fäulnisrestistent. Die Dämmmatten sind sehr flexibel, wodurch sie besonders gut für die Zwischensparrendämmung geeignet sind. Eine Hanf-Dämmung kann in der Zwischensparrendämmung oder der Untersparrendämmung eingesetzt werden. Ferner zur Wanddämmung im Trockenbau und zur Wärmedämmung und Trittschalldämmung von Decken. Eine weitere Einsatzmöglichkeit bietet sich als Stopfhanf. Er dient der Auskleidung von Rissen und kleineren Hohlräumen z.B. bei Fenstern.

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Die Verwendung von Hanf-Wolle als organischen Dämmstoff in den eigenen vier Wänden bietet diverse Vorteile. Hanf ist ein natürlich nachwachsender Rohstoff und weist durch den geringen Primärenergiebedarf bei der Herstellung eine positive CO2 Bilanz auf. Die größten Vorteile von Hanf sind eine hohe Feuchtigkeitsbeständigkeit, gute Schallschutzeigenschaften sowie die Resistenz gegenüber Schädlingen und Schimmel. Die Dämmeigenschaft von Hanf ist ebenfalls positiv zu beurteilen. Die Wärmeleitfähigkeit des Hanfs beträgt lediglich 0,04 - 0,045 W/(m K).

Unser Team steht Ihnen für alle Fragen rund um das Thema "biologisch bauen" jederzeit gerne zur Verfügung.

 

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